Wie kann ich meinen Garten naturnah gestalten?

Natternkopf

Natternkopf, ein Wildbienenmagnet






Vor einiger Zeit hab ich in einer österreichischen Tageszeitung einen Artikel von einem Biologie Professor gelesen, der in einem Interview u.a. folgenden Satz von sich gab „Die geplanten Gärten, das sind doch alles Papplandschaften“!

Bei englischem Rasen und Thujenhecke stimme ich zu, aber es gibt schon Möglichkeiten einen lebendigen Garten zu schaffen! Die Verwendung von heimischen Stauden und Gehölzen unterstützt die Lebendigkeit. Die Früchte der heimischen Vogelbeere werden von 32 heimischen Vogelarten als Nahrung genutzt, die ähnlich dekorativen Früchte des Feuerdorns hingegen nur von 4 Vogelarten. 

Die Forsythie, für viele meiner Kunden der Inbegriff des Frühlingsbeginns ist für kein einziges Insekt oder Wildtier von Nutzen! Als Alternative empfehle ich den Dirndlstrauch (Cornus mas). Auf diesem Gehölz spielt es sich echt ab im Frühling.

Wer also in seinem Garten eine Vielfalt von Schmetterlingen, Hummeln und Vögeln haben will soll unterschiedliche heimische Pflanzen setzen und mit Naturmaterialien wie Holz oder Stein den Garten gestalten!

Die Naturgartenidee ging im deutschen Sprachraum in den 1960er Jahren von der Naturschutzbewegung aus und wird seither von Biologen, Naturschützern und engagierten Gärtnern umgesetzt und weiterentwickelt. Das Ziel im Naturgarten ist, naturnahe Oasen für Menschen, Pflanzen und Tiere zu schaffen, die den Naturhaushalt und die Umwelt bereichern.

Mit dem Naturgarten ein Biotop/einen Lebensraum schaffen, mit dem Naturgarten ein Ökosystem ermöglichen.

Die Entwicklung von Ökosystemen in Siedlungsgebieten bedeutet keine Neuentwicklung, sondern lediglich eine Anpassung bereits vorhandener Systeme. Dabei ist das Prinzip der Vernetzung wichtig. Nahrungsketten sind miteinander verbunden, Stoff- und Energiekreisläufe greifen ineinander. Pflanzen sind dabei die Basis allen Lebens, sie bilden Sauerstoff und organische Masse, die von Tieren konsumiert werden. Ein Beispiel: Gräser werden von Heuschrecken gefressen. Die Heuschrecke dient der Ringelnatter als Nahrung. Die Ringelnatter wird von der Eule verschmaust.

Trau dich!

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Alles Liebe und mehr Vielfalt für unsere Gärten

Deine Karin

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Kommentare 3

  1. Tobias Müller 15. Juni 2020

    Vielen Dank für den Beitrag zur naturnahen Gartengestaltung. Meine Schwester lässt ihre Gartenplanung online machen und freut sich schon sehr auf die Vorschläge. Gut zu wissen, dass die Vernetzung von Nahrungsketten besonders wichtig ist, wenn man einen naturnahen Garten anlegen möchte.

  2. Manuel Löhrmann 31. Juli 2020

    Ihr Beitrag zum Naturgarten ist sehr inspirierend. Wir bauen momentan unser Haus und haben uns noch nicht so sehr um den Garten gekümmert. Bei unserer Gärtnerei werden wir uns nun beraten lassen und nach den von Ihnen erwähnten heimischen Pflanzen fragen um ein Ökosystem zu ermöglichen.

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